März 2017

Drei Gründe, warum sich Brand Bidding auf fremde Marken nicht lohnt

Brand Bidding bedeutet, dass (z. B. bei AdWords) Keywords auf Markenbegriffe gebucht werden. Für die eigene Marke macht das natürlich Sinn, aber teilweise werden auch die Marken von Konkurrenten gebucht, um von den Suchen nach diesen selbst zu profitieren. Neben den rechtlichen Aspekten klärt Marketingexpertin Britta Kristin Böhle die Frage, ob Brand Bidding auf fremde Marken tatsächlich sinnvoll ist.

Grundlage von Google AdWords ist das Einbuchen von Keywords, bei deren Sucheingabe man mit entsprechenden Anzeigen erscheinen möchte. Zu jedem Keyword-Set können individuelle Anzeigen gestaltet werden, damit jeweils die passendste Anzeige zur jeweiligen Anfrage gezeigt wird.

1. Problem: Unzufriedene Besucher

Es kann poblematisch werden, wenn von Suchanfragen nach einer populäre Marke, die der Online-Shop jedoch nicht oder nicht vollständig im Sortiment hat, Besucher generiert werden sollen. Dadurch können User, die durch den Anzeigenklick auf den Shop kommen, enttäuscht und frustiert werden.

Beispiel: Ein Shop verkauft Sportschuhe, aber hauptsächlich die der noch unbekannten Marke X. Es sind auch einige wenige Sportschuhe der bekannten und populären Marke Y vorhanden. Da es deutlich mehr Suchanfragen nach „y sportschuhe“ als nach „x sportschuhe“ gibt, wählt der Händler die Strategie, „y sportschuhe“ als Keyword einzubuchen.

2. Problem: Schlechte Qualitätssignale & erhöhter CPC

Durch die enttäuschten Besucher zieht sich das zweite Problem nach: Google AdWords erkennt, dass die Besucher nicht in dem Shop verweilen und zur Suchergebnisseite zurückkehren. Dadurch sinkt der Qualitätsfaktor zum Keyword. Da sich der tatsächliche Klickpreis u. a. aus Gebot und Qualitätsfaktor zusammensetzt, wird der Klickpreis höher, wenn die Qualität sinkt (bei ansonsten gleichen Bedingungen). Ob die fremde Marke in der Anzeige steht oder nicht, hat auch direkte Auswirkungen auf den Qualitätsfaktor. Steht sie drin, ist die Verknüpfung zwischen Keyword und Anzeige größer – dann geht der Shopbetreiber aber ein rechtliches Risiko ein. Fehlt die Marke in der Anzeige, ist die Qualität auch aufgrund der fehlenden Verknüpfung schlechter. Generell gleicht AdWords ab, ob Keyword, Anzeige und die Landingpage thematisch zusammen passen.

3. Problem: Konkurrenzkampf

Ein anderes Beispiel: Ein Online-Händler bucht den Shopnamen seines Konkurrenten als Keyword ein, wodurch sich ein weiteres Problem ergibt. Der Konkurrent, der normalerweise als einziger Bieter für seine eigene Brand auftritt, bekommt Konkurrenz bei der Auktion. Bei mehreren Bietern steigt der Preis für einen Klick.

Dadurch wird erst einmal unnötiges Geld ausgegeben, da der Händler normalerweise nie so einen guten Qualitätsfaktor wie der eigentliche Brand-Owner bekommen wird. Dieser hat in der Regel eine viel stärkere Verknüpfung von Keyword über Anzeige bis zur Landingpage. Zum Anderen wird der Konkurrent vielleicht anfangen, auch auf die Brand des Händlers zu bieten, wodurch der Klickpreis für die Anzeigen erhöht wird. Sollte die Brand sogar in der Anzeige selbst auftauchen, drohen überdies rechtliche Konsequenzen.

Fazit

Langfristig macht Brand-Bidding in den wenigsten Fällen Sinn. Man kann versuchen, durch populäre Marken Aufmerksamkeit zu bekommen oder den Konkurrenten zu ärgern. Wirklich zufriedene und konversionsstarke Besucher gewinnt man damit i. d. R. nicht. Brand Bidding aus rechtlicher Sicht anhand eines aktuellen Urteils wird in Trusted Shops Partner-Blog Shopbetreiber-Blog beleuchtet.

Trusted Shops GmbH

Trusted Shops ist Europas Vertrauensmarke im E-Commerce. Das Kölner Unternehmen stellt mit dem Gütesiegel inklusive Käuferschutz, dem Kundenbewertungssystem und dem Abmahnschutz ein „Rundum-sicher-Paket“ bereit: Anhand von strengen Einzelkriterien wie Preistransparenz, Kundenservice und Datenschutz überprüft Trusted Shops seine Mitglieder und vergibt sein begehrtes Gütesiegel. Mit dem Käuferschutz, den jeder zertifizierte Online-Shop bietet, sind Verbraucher etwa bei Nichtlieferung von Waren abgesichert. Darüber hinaus sorgt das Kundenbewertungssystem für nachhaltiges Vertrauen bei Händlern und bei Käufern. Das Trusted Shops Projekt „Locatrust“ verhilft lokalen Händlern zu echten Bewertungen ihrer Kunden. Damit bietet Trusted Shops lokalen Händlern die Möglichkeit, mehr Sichtbarkeit für ihr Geschäft und ihr Sortiment im Netz zu schaffen, um den Local Commerce zu stärken. Das Projekt wird im Rahmen des Strukturfonds EFRE (Europäische Fonds für Regionale Entwicklung) von der Europäischen Union gefördert. Weitere Informationen:

http://www.trustedshops.de

 

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Die e-commerce Wachstumsmärkte

Im Deutschland sind die die Zeiten des zweistelligen Marktwachstums im eCommerce laut Statista Digital Market Outlook vorbei. Ähnliches lässt sich auch über das Gros der Industrieländer sagen. Dagegen nimmt der Online-Shopping-Zug in Asien noch kräftig Fahrt auf. Für den ganzen Kontinent taxieren die Statista-Analysten das durchschnittliche jährliche Wachstum bis 2021 auf rund 16 Prozent. Wichtigster Wachstumstreiber ist hier der enorme chinesische Markt mit schon jetzt über 700 Millionen Internetnutzern und einer Wachstumsrate von 17,4 Prozent. Zwar scheint die Dynamik in Ländern wie Malaysia (+24 Prozent) und Indien (+23 Prozent) auf den ersten Blick größer zu sein, im Vergleich mit dem Reich der Mitte ist das Marktvolumen aber dort kaum nennenswert.

Infografik: Die Top 10 eCommerce-Wachstumsmärkte | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Kategorie: E-Commerce ·News

Freie Fahrt für digitales Marketing

Der Anteil der auf dem Desktop geblockten Online-Display-Werbung ist laut Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) im vierten Quartal 2016 auf rund 17 Prozent gefallen. Diese Entwicklung deutet der OVK wie folgt: „Branchenweite Maßnahmen wie ein offener Dialog mit den Nutzern sowie die Optimierung der Qualität der Online-Werbung entfalten mehr und mehr ihre Wirkung.“ Ob das die ganze Wahrheit ist, lässt sich schwer sagen. Möglicherweise ist ein weiterer Aspekt, dass viele Seiten mittlerweile AdBlocker-Nutzern den Zugang verwehren. Indes gibt es keine Zahlen dazu, wie viele dieser Ausgesperrten ihren Werbefilter ausschalten beziehungsweise Ausnahmen für einzelne Seiten definieren.

 

Infografik: AdBlocker-Nutzung ist rückläufig | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

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Digitalisierung führt zu radikalen Veränderungen im B2B-Vertrieb

Die erste E-Mail wurde vor etwa 30 Jahren verschickt und ist heute nicht mehr aus dem Arbeitsalltag wegzudenken. Die Welt ist über soziale Medien miteinander verbunden, Daten und Informationen werden zentral gespeichert, miteinander verknüpft und sind für jedermann immer und überall verfügbar.

Es ist unmöglich genau vorherzusagen, wohin die Reise zukünftig gehen wird, aber eines steht fest: Unternehmen, die nicht mit der Zeit und den neuesten Entwicklungen gehen, werden langfristig hinter jenen, die es tun, zurückfallen.

Die Vertriebsbranche im Wandel
Schon vor Jahren hat die Digitalisierung Einzug in den Vertrieb gehalten. Obwohl hierbei besonders der Wandel im Privatkundenvertrieb präsent erscheint, haben digitale Technologien auch im B2B-Vertrieb zu massiven Veränderungen geführt. Kunden, egal ob privat oder geschäftlich, haben höhere Ansprüche an die Leistungen eines Unternehmens, setzen Interaktivität voraus und erwarten kompetenten, schnellen Support – immer und überall.

„Digitalisierung führt zu radikalen Veränderungen im B2B-Vertrieb, die denen im Privatkundenvertrieb in nichts nachstehen.“ – A.T. Kearney (“The Future of B2B Sales” 2016)

Wie in den meisten Branchen, zeigt auch ein Blick auf den Vertriebsmarkt, dass es für Unternehmen keine einfache Angelegenheit ist, konkurrenzfähig zu bleiben. Der Markt ist gesättigt und viele Anbieter mit ähnlichen Produkten und Ideen liefern sich täglich einen harten Wettbewerb und das nicht nur im eigenen Land, sondern auch international. Wer hier schnell auf Marktentwicklungen und Veränderungen der Kundenbedürfnisse reagiert und es außerdem schafft, beim Kunden im Gedächtnis zu bleiben, wird langfristig gesehen im Vergleich die Nase vorne haben.

Chancen der Digitalisierung
Mit den neuen Herausforderungen der Digitalisierung eröffnen sich also auch neue Chancen für den Vertrieb. Kundeninformationen können unmittelbar aufgegriffen und zentral gespeichert werden; durch den Einsatz digitaler Tools können Verkaufsgespräche zeit- und kosteneffizienter geführt werden, als über persönliche Kundentermine und komplexe Themen können anschaulich und verständlich aufbereitet werden.

Unternehmen, welche die Digitalisierung also nicht als Hürde sehen, sondern sie sich zu eigen machen, erarbeiten sich damit Wettbewerbsvorteile.

Zukunftsorientierten Vertriebspraktiken nach A.T. Kearney
Das bestätigt auch die aktuelle A.T. Kearney-Studie “The Future of B2B Sales”. Die führende internationale Managementberatung hat im Rahmen dieser Erhebung weltweit über 1.600 Vertriebsmanager verschiedener B2B-Branchen befragt. Die Studie gibt dabei Einblicke in das Verhalten internationaler Vorreiter im Bereich Geschäftskundenvertrieb und deren Einschätzung darüber, welche Bereiche sie zukünftig als besonders relevant ansehen.

Dabei haben sich die folgenden neun Vertriebspraktiken herausgestellt, welche Durchschnitts- von Top-Performern auf lange Sicht differenzieren. Quelle: Vgl. A.T. Kearney (“The Future of B2B Sales” 2016), Abb.3 Zukunftsorientierte Vertriebspraktiken

  1. einfach – schnelle und einfache Interaktion und Zusammenarbeit; lean, automatisiert, industrialisiert und skalierbar
  2. wann, wo und wie auch immer – umfangreiche Nutzung von digitalen Kanälen; Synchronisierung aller Kanäle und Kundenkontakte
  3. antizipativ und personalisiert – Kundenspezifische Interaktionsmodelle; Vorkonfigurierte, segment-spezifische Leistungsversprechen
  4. konfigurierbar – innovative Produkt-, Service und Lösungspakete; Modularisierung von Angeboten
  5. kooperativ vernetzt – Kooperation mit anderen Unternehmensbereichen und Partnern; gemeinsame Entwicklung mit Kunden
  6. erweitert über den Vertrieb hinaus – Orchestrierung von Partnern und internen Funktionsbereichen; Aufklärung der Kunden über Chance zur Mehrwertschöpfung
  7. wissenschaftlich – Markt-, Kunden-, und Performance-Analysen auf Big-Data-Basis; Vorhersagemodelle und Experimente
  8. Kundenerlebnisse schaffen – (virtuelle) Präsentation von Produkten und Services; augmented Reality, Gamification, Multimedia
  9. Vertrieb mehr als nur Verkauf – generieren von „Must Have“-Situationen; Beeinflusser-Marketing

Unsere Antwort auf den Wandel
Bei all diesen Erkenntnissen bleibt eines jedoch gewiss: Digitale Technologien können menschliche Nähe nicht ersetzen, sie aber sehr wohl begleiten und unterstützen. Vertrauen und persönliche Beratung sind besonders im Vertrieb hochpreisiger und erklärungsbedürftiger Produkten relevant.

„Im Vergleich zum Privatkundenvertrieb […] gilt der B2B-Vertrieb typischerweise als rationaler und funktionsorientierter. […] Wenngleich das auch heute weiterhin in vielen Bereichen zutrifft, lohnt es sich mitunter auch im B2B-Bereich Emotionen spielen zu lassen.“ – A.T. Kearney (“The Future of B2B Sales” 2016)

Eine logische Konsequenz ist der Einsatz von Video-Lösungen. Genau dort setzten wir mit eyeCall an. Das cloudbasierte Video-Sales-Tool erlaubt es dem Vertriebler neben seiner Stimme auch mit Mimik und Gestik zu arbeiten und auf diese Weise den Wiedererkennungswert zu steigern.

Gleichzeitig hilft eyeCall Unternehmen zwei der neun Felder der zukunftsorientierten Vertriebspraktiken zu erfüllen.

  1. Die Handhabung ist einfach – sowohl für den Vertriebler als auch den Kunden – weil keine Installation notwendig wird. Außerdem können durch den möglichen Datei-Upload zusätzlich anfallende Kontaktaufnahmen reduziert werden.
  2. Das Tool kann sowohl auf Tablets mit mobilem Internet, als auch auf klassischen Computern abgerufen werden und ist damit immer und überall verfügbar.

Auch wir wissen nicht was die Zukunft für die Vertriebsbranche bereithält. Sicher ist aber: Unternehmen werden gerade im Zeitalter der Automatisierung mit Persönlichkeit und zugleich fortschrittlichster Technologie punkten können. So oder so, wir werden mit dabei sein und unseren Kunden die Arbeit jeden Tag ein Stückchen einfacher machen.

Kategorie: News ·Vertrieb

Neue Fachliteratur: Marketing im digitalen Zeitalter

Die digitale Revolution, die digitale Transformation – zwei Sammelbegriffe, die für viele noch recht schemenhaft die rasanten Veränderungen unserer Zeit beschreiben. Was hinter den Begriffen steckt, worauf es bei der Umsetzung ankommt und wie sich das Marketing unter digitalen Gesichtspunkten verändert hat und noch verändern wird und sollte, beschreiben die Haufe-Fachbücher „Beyond Digital“ und „Digital Business Strategien für den Mittelstand“. Und bieten damit inspierende und neue Marketingansätze aus ganz verschiedenen Perspektiven.

Beyond Digital „Alle haben plötzlich angefangen, sich mit dem neuen Phänomen Internet auseinanderzusetzen. Aber nur wenige haben sich damit auseinandergesetzt, was sich am meisten verändert hat: der Mensch.“ Marketingprofi und Unternehehmensberater Kai Platschke bringt es zu Beginn seines Buches „Beyond Digital“ auf den Punkt. Sich einfach nur Firmenaccounts von Facebook über Instagram bis Snapchat zuzulegen, reicht nicht. Will man eine relevante, echte und nachhaltige Beziehung zu seinen Kunden aufbauen, sollte man die Sache grundlegend anders angehen. Die Veränderung, die digitale Revolution, muss im Denken stattfinden. Ansatzpunkte sind nicht die verfügbaren Kanäle, die es – mit den entsprechenden technischen Beschränkungen – zu füllen gilt. Ansatzpunkt muss die Idee sein, wie man die eigene Zielgruppe wirklich für sich begeistert. Mit der von ihm entwickelten Relevanz-Methode, die seit vielen Jahren erfolgreich in der Praxis eingesetzt wird, gibt Kai Platschke Marketingprofis und Unternehmen dafür ein erprobtes Instrument an die Hand. Illustriert wird das Ganze mit seinem ganz persönlichen Erfahrungsbericht: Der Autor zeigt, was in der Praxis wirklich funktioniert und entzaubert gleichzeitig die schnellen Trends. Arbeitshilfen online ergänzen die verständlich aus der Ich-Perspektive geschriebenen Grundlagen: Neben Übungen zur Umsetzung der Relevanz-Methode finden Leser hier Kreativitätstechniken, Vordrucke und Cases.

Digital Business Strategien für den Mittelstand Möchte man Profifußballer werden, ist es sicher motivierend, sich die „Tore des Monats“ anzusehen. Selbst eines schießen wird man dadurch kaum – vielmehr ist zunächst jede Menge Basisarbeit in Sachen Kondition und Technik vonnöten. Mit diesem anschaulichen Beispiel eröffnet Michael Kraewing sein Buch „Digital Business Strategien für den Mittelstand“. Wichtig ist es, so der Autor, bestehende Geschäftsmodelle unter Berücksichtigung digitaler Technologien weiterzuentwickeln – oder neue zu entwickeln. Soll diese digitale Transformation im Mittelstand gelingen, braucht es durchdachte Strategien für das eigene eCommerce – und das möglichst schnell, will man den internationalen Markt nicht auch zukünftig den US-Riesen überlassen. In seinem Buch zeigt er Unternehmen, wie man eine Digital Business Strategie von der ersten Idee bis zur Realisierung entwickelt, immer mit Fokus auf die internationale Ausrichtung. Der Autor stellt daher nicht nur zahlreiche globale Case Studies vor. Sondern geht speziell auch auch auf die interkulturellen Unterschiede im e-Commerce ein.

Kai Platschke
Beyond Digital
Markenstrategie für mehr Relevanz – inkl. Arbeitshilfen online
ISBN: 978-3-648-09593-5
1. Auflage 2017
191 Seiten
29,95 Euro
Broschur

Michael Kraewing
Digital Business Strategie für den Mittelstand
Entwicklung und Konzeption mit internationaler Ausrichtung
ISBN: 978-3-648-08742-8
1. Auflage 2017
188 Seiten
39,95 Euro
Broschur

Kategorie: Fachliteratur Tipps ·News

Das Problem mit den Newsletter Listen

Wenn Sie bereits über E-Mail Kontakte verfügen, sich eine sogenannte Liste von Kunden und Interessenten aufgebaut haben stehen Sie womöglich vor einer unlösbaren Aufgabe, wenn Sie unterschiedliche Themen an unterschiedliche Zielgruppen aussenden möchten. Eine Lösung könnte das anlegen von unterschiedlichen Listen sein. Aber was machen Sie bei Überschneidungen?

Die Lösung heißt Tag basiertes E-Mail Marketing. Verfügen Sie über kein CRM System haben Sie wahrscheinlich einen E-Mail Marketingdienstleister in der Cloud. Die meisten dieser System basieren auf dem Container-System und bescheren das oben genannte Problem.  Hier nochmal eine Darstellung: Der große Geburtsfehler listenbasierter E-­Mail­-Marketing­-Systeme ist, dass die Kontaktdaten der Kunden und Interessenten in unterschiedlichen E-­Mail­-Listen gespeichert werden. Anwender listenbasierter E-­Mail-­Marketing-­Systeme müssen die Kontaktdaten ihrer Interessenten und Kunden in unterschiedlichen E­-Mail-­Listen suchen und bearbeiten. Ist dieselbe E-Mail­-Adresse in mehreren E­-Mail­-Listen vertreten, so müssen die zugehörigen Kontaktdaten in allen E-­Mail­-Listen bearbeitet werden.

Ein unnötiger hoher Aufwand

Aufgrund der ungünstigen, weil redundanten Datenstruktur in E­-Mail-­Listen kann man in einem listenbasierten E­-Mail-­Marketing­-System nur mit sehr hohem Aufwand gezielt Datensätze selektieren. Beispielsweise ist es enorm mühselig, bei Werbekampagnen Kunden auszusparen, die das beworbene Produkt bereits gekauft haben.

Peinliche Werbekampagnen sind das Resultat.

Kampagnen, die sich an Kunden richten, für die deren Botschaften nicht oder nicht mehr relevant sind, sind *DIE* zentrale Schwäche listenbasierter E-­Mail­-Marketing­-Systeme. Es ist wichtig mit Tag zu arbeiten. Tags (englisch, Etiketten) sind Schlagwörter, mit denen Sie die Kontaktdaten Ihrer Kunden und Interessenten entweder manuell oder mittels Automatik markieren können. Stellen Sie sich Tags wie gelbe selbstklebende Zettel vor, die Sie den Personen in Ihrem Adressbuch virtuell an die Brust heften. Die Kontaktdaten werden alle an einem zentralen Ort gespeichert.

Statt die Kontaktdaten Ihrer Interessenten und Kunden in unterschiedliche E­Mail-­Listen einzutragen, versieht man die Daten mit Tags. Wenn Sie Ihre Kunden, die das beworbene Produkt bereits gekauft haben, von Ihrer Werbekampagne ausnehmen wollen, dann machen Sie einfach den Kunden­-Tag zur Ausschlussbedingung. Tags bedeuten für Sie eine ungeheure Zeitersparnis, weil Sie die Kontaktdaten Ihrer Adressaten an einem zentralen Ort pflegen können.

Außerdem versenden Sie nie wieder peinliche E­-Mail-­Kampagnen, in denen Sie Kunden umwerben, die das betreffende Produkt bereits gekauft haben. Je mehr Produkte Sie online verkaufen, desto wirkungsvoller sind Tags, weil Sie Ihr E­-Mail­-Marketing passgenau auf das Kaufverhalten Ihrer Kunden abstimmen können.

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Kategorie: E-Mail Marketing ·News
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Google AdWords Anzeigen passen sich noch stärker an organische Ergebnisse an

Google schraubt wieder am Design der AdWords Anzeigen. Nach den grünen Labels, welche die Anzeigen von den organischen Ergebnissen abheben sollten, ist die Kennzeichnung nun deutlich zurückhaltender. Was das neue Design für die SEA und SEO Aktivitäten von Online-Händler bedeutet erklärt, Britta Kristin Böhle, Expertin für SEO/SEA bei Trusted Shops.

Die Google Suchergebnisse bestehen aus organischen, unbezahlten Ergebnissen und den bezahlten AdWords Anzeigen. Es können dabei bis zu vier Anzeigen oberhalb der organischen Ergebnisse stehen. Die Anzeigen müssen aus rechtlicher Sicht als solche entsprechend gekennzeichnet sein.

Bei der Kennzeichnung hat Google in den letzten Jahren immer wieder experimentiert. Bevor die Label grün waren, gab es zum Beispiel auch schon ein gelbes Label. Auch gab es Phasen, in denen die Anzeigen komplett gelb hinterlegt waren und sich somit sehr stark von den organischen Ergebnissen abgegrenzt haben.

Welche Folgen hat das für die Klickraten? Generell lässt sich vermuten, dass Google die Änderung aufgrund positiver Veränderung der Klickrate auf die Anzeigen durchgeführt hat. Aber wer jetzt als AdWords Werbetreibender glaubt, dadurch nun massive Steigerungen in den Klicks zu verzeichnen, wird enttäuscht werden. Die Änderungen machen sich hauptsächlich bei Google in der Masse bemerkbar.

Dennoch stellt sich die Frage: Sollte man überhaupt noch in seine SEO-Aktivitäten investieren, wenn man im schlimmsten Fall mit meinem organischen Snippet erst an Stelle 5 (nach 4 Anzeigen) erscheint?
Die Antwort ist: Ja. Denn SEO und SEA schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Zum einen durch unterschiedliche Verhaltensmuster der Suchenden und zum anderen durch verschiedene Rankingmöglichkeiten. Es gibt Interessenten, die man über SEA generell nicht erreicht, da sie entweder Adblocker einsetzen (ca. 20 Prozent der Werbung wird in Deutschland geblockt) oder sie klicken bewusst keine bezahlten Anzeigen an. Bei diesen sind die organischen Ergebnisse generell ein besserer Anknüpfungspunkt.

Andere wiederum klicken direkt auf die ersten Ergebnisse, egal ob bezahlt oder organisch. Hier können Keywordanfragen, mit denen man organisch noch nicht gut rankt, mit bezahlten Anzeigen aufgefangen werden. Darüber hinaus haben verschiedene Studien gezeigt, dass gerade mehrere Suchergebnisse von einer Webseite, also sowohl organisch als auch bezahlt, das Vertrauen in die Webseite als passendes Ergebnis stärken und somit zum Klick führt.

Fazit: Die „getarnten“ Anzeigen führen sicherlich dazu, dass die organischen und bezahlten Ergebnisse in Zukunft noch schlechter auseinander gehalten werden. Trotzdem dürfte sich an der Herangehensweise im Suchmaschinenmarketing für Shopbetreiber wenig ändern. Eine Kombination aus guten organischen SEO-Rankings und AdWords Anzeigen ist in den meisten Fällen optimal.
Trusted Shops GmbH

Trusted Shops ist Europas Vertrauensmarke im E-Commerce. Das Kölner Unternehmen stellt mit dem Gütesiegel inklusive Käuferschutz, dem Kundenbewertungssystem und dem Abmahnschutz ein „Rundum-sicher-Paket“ bereit: Anhand von strengen Einzelkriterien wie Preistransparenz, Kundenservice und Datenschutz überprüft Trusted Shops seine Mitglieder und vergibt sein begehrtes Gütesiegel. Mit dem Käuferschutz, den jeder zertifizierte Online-Shop bietet, sind Verbraucher etwa bei Nichtlieferung von Waren abgesichert. Darüber hinaus sorgt das Kundenbewertungssystem für nachhaltiges Vertrauen bei Händlern und bei Käufern. Das Trusted Shops Projekt „Locatrust“ verhilft lokalen Händlern zu echten Bewertungen ihrer Kunden. Damit bietet Trusted Shops lokalen Händlern die Möglichkeit, mehr Sichtbarkeit für ihr Geschäft und ihr Sortiment im Netz zu schaffen, um den Local Commerce zu stärken. Das Projekt wird im Rahmen des Strukturfonds EFRE (Europäische Fonds für Regionale Entwicklung) von der Europäischen Union gefördert. Weitere Informationen: http://www.trustedshops.de

Kategorie: Google AdWords ·News